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Unglaublich: Das Öl hat sich verdampft – ist BP allmächtig?

Glauben Radiomacher eigentlich alles? Letzte Woche meinte eine Moderatorin von SWR3, nun hätte sie auch wieder etwas dazugelernt. Sie wusste bis heute nicht, dass Öl verdampfen kann. Ich hatte das Gefühl, ihre Aussage war nicht als Satire gedacht. Mein Zweifel am Verdunsten führte mich ins Internet. Meine Funde möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Auch „Die Zeit“ scheint es nicht ganz zu glauben: „Das sieht so aus, als hätte sich eine der größten Ölkatastrophen aller Zeiten fast schon in Wohlgefallen aufgelöst.“

„Diese Emulsion kann verdampfen und – noch schlimmer – sie wird wieder abregnen!“ Das Video ist leider nicht mehr verfügbar, der Kommentar von Mathias Ebeling lohnt sich jedoch.

Was im Golf von Mexiko wirklich vor sich geht, werden wir wahrscheinlich nie genau erfahren.

Weltweit brodelt es. Unsere Raffgier nach immer mehr scheint sich zu rächen. Die Katastrophenmeldungen mehren sich. Nun hat China wohl auch eine Ölkatastrophe. Hier Bilder von China. Die Regierung hat das „Greenwashing“ vergessen. Diese Fotos sehen ziemlich echt aus, nicht so wie die von BP. Mir gruselt es.

Auf diesen Schock hin, hier ein Seelenberuhiger, von – na von wem wohl? BP. Dieser Film bringt mich wieder völlig runter, man bin ich jetzt entspannt. Dank Fred Lemond wird alles wieder gut.

Nun bin ich wieder gestärkt und kann gleich bei der nachfolgenden Abstimmung mitmachen. Vielleicht können wir doch eines Tages durch unsere Netzaktivitäten etwas bewegen. Da fällt mir ein Spruch von einer Schweizerin ein, die ich vorletzte Woche im Zug durch die Schweiz getroffen hatte. „Ihr“, sie meinte uns Deutsche, „habt ja eh nichts zu sagen“. Ich hatte das Gefühl, sie fühlt sich wohler in ihrem Land, da sie selber aktiv werden kann und somit ja auch Verantwortung übernimmt. Bei uns herrscht bei vielen eine Müdigkeit und zum Teil schon eine Depression. „Ich kann ja eh nichts ändern“ ist oft das Motto – das finde ich sehr schade.

Wer etwas mitbewegen möchte, hier ein Online-Appell von campact.de gegen die Tiefseebohrung im Mittelmeer:

Kampagne: Keine Tiefseebohrungen im Mittelmeer!

Ein Auszug aus deren Pressetext: „Berlin, 05.08.2010. Bereits über 25.000 Menschen haben innerhalb von 40 Stunden an BP appelliert, Konsequenzen aus der Ölkatastrophe an der Südküste der USA zu ziehen und auf die geplante Tiefseebohrung im Mittelmeer zu verzichten.“ und „BP-Pläne an Dreistigkeit kaum zu überbieten.“

Stand heute 14:25 – Teilnehmer/innen bisher: 39241

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Kopp Verlag

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