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Die Chinesen kommen …

Bei einem Vortrag erwähnte Herr Dirk Müller, dass unser Know How und unsere Euros nach China geflossen sind. Nun können sie weltweit die Rohstoffminen kaufen und haben es wohl auch schon getan. Bald brauchen sie uns Europäer gar nicht mehr, dann ist ihre eigene Kaufkraft so groß, dass wir unwichtig werden für sie.

Alle schauen zurzeit nach Griechenland. Was ist mit China? Keiner redet von den USA, von England, von Spanien und weiteren EU-Ländern. Sind die nicht auch schon ziemlich pleite – oder andersherum gefragt: Welches Land hat momentan keine Schulden?

Ich muss feststellen, auch meine Euros sind wahrscheinlich zum großen Teil nach China geflossen. Obwohl ich stets versuche, Produkte „made in Germany“ zu kaufen, geht das heute gar nicht mehr so einfach.
Wo kommt die Verpackung her, in die mein Gemüse dauerfrisch eingeschweißt ist? Woher stammt mein neuer Lüfter, auf dem Siemens steht? Woher kommt die Baumwolle von meinem T-Shirt? Wo wurde das Leder meiner Schuhe gefärbt? Wo schwamm der Fisch, den ich mir heute kochen möchte? Woher kommt das Pfefferkorn in meiner Gemüsebrühe?

Wenn ich im Laden frage, woher das kommt, schauen mich die Leute komisch an. Die häufigste Begründung: Es lassen doch alle im Ausland, zunehmend in China produzieren. Ok, dann dürfen wir jetzt auch nicht jammern! Wir spenden Griechenland fleißig ein paar tausend Milliönchen, damit sie weiter von uns Luxusautos kaufen können, zum größten Teil ausgestattet mit Zubehör „made in China“.

Meiner Mutter erzählte ich von der chinesischen Macht. Heute schilderte sie mir ihren Traum, den sie daraufhin hatte: Die Chinesen möchten alle Kühlschränke haben, und die ganze Gerste für Bier und alle Zuckerrüben für ihren Zuckerverbrauch, der immer mehr steigt, weil sie ja immer reicher werden und wir immer ärmer. Und weil das so viele Rohstoffe verschlingt und bald keine mehr vorhanden sind, kommen sie zu uns und fressen uns auf!

Na, hoffentlich war das nur ein Traum!

Mein Tipp: Kaufen Sie doch mal regionale Produkte! Hinterfragen Sie, aus welchem Ursprungsland sie stammen. Dann verstehen Sie vielleicht besser, warum die Dinge jetzt so sind, wie sie sind. Die Bankster sind wohl leider doch nicht an allem schuld.

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