© 2010 Beobachtologin Warten auf Freigabe

Geld – was ist das eigentlich?

Mein Freund, der ein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolviert hat, meint, das Geldsystem ist so komplex, dass es nicht mehr durchschaubar ist. Er hat noch keinen gefunden, der es ihm bin ins letzte Detail erklären konnte.

Warten auf Freigabe

Warum gehen wir dann alle mit Geld um, wenn wir es gar nicht verstehen? Es hat sich vielleicht verselbständigt und wir haben es gar nicht bemerkt. Haben Sie den Sinn des Geldes schon einmal hinterfragt? Es war ja bei unserer Geburt schon da und ist somit ganz „normal“, überall auf der Welt. Auf SWR3 hatten sie diese Woche das Thema Geld. Eine Aussage eines Reporters beschäftigte mich den Tag über. Er meinte, unser Geldsystem funktioniere nur, weil wir daran glauben. Und wir denken, es hätte einen gedeckten Gegenwert.

Ätsch – ist wohl nicht mehr so – oder? Wenn ich älteren Personen über das Resultat meiner Gedankengänge berichte, nämlich dass es auf Dauer so gar nicht funktionieren kann, winken sie ab und wechseln schnell das Thema. Das hatten sie schon einmal und das will keiner mehr!

Ein bisschen surfen im Internet bringt mir auch keine bessere Stimmung. Schon Henry Ford hatte es wohl erkannt: „Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“ (Henry Ford, 1863-1947)

Doch seither funktioniert ja noch alles, oder? Vorletzten Herbst gab es ja schon viele Warnungen, dass alles zusammenbrechen könnte. Mir ist es recht, dass es momentan noch funktioniert. Doch ein bisschen habe ich mein Genick schon eingezogen, denn ich habe keine Idee, wie wir von den Schulden runterkommen sollen, außer Frau Merkel schöpft weiter neues Geld und alles wird wieder gut. So richtig Angst habe ich vor den Leuten, die dann austicken, wenn das Geld evtl. verfällt oder abgewertet wird.

Andreas Popp meint: „Geld ist eine Illusion“. Schön, kann ich das auch meinem Finanzamt mitteilen. Ich stelle mir meine nächste Überweisung gerade so vor:

Begünstigter: Märchensteuer-Empfänger

Währung: Illusion

Verwendungszweck: Stellen Sie sich meinen zu zahlenden Betrag einfach vor, denn Geld ist eine Illusion. Sie dürfen auch gerne aufrunden.

Zu der Frage an Herrn Popp, wann er mit einer Währungsreform rechnet, meint er mit Humor, dass er täglich damit rechnet. Ups! Seinen nächsten Satz fand ich wichtig, ich hoffe, ich habe ihn so richtig verstanden: Weil er nicht weiß, wann einer von den Personen, die das System führen, die Nerven verliert und darüber auspackt.

Hmm, ist denn da doch so viel verpackt? Normal freut man sich auf das „Auspacken“, am Geburtstag zumindest. Doch ich befürchte mittlerweile fast, es ist eine große „Mogelpackung“.

Hier das Interview mit Andreas Popp, wer noch mehr wissen möchte.

Ein sehr guter Film, meiner Meinung nach ist: „ Fabian – Warum überall Geld fehlt“. Der Film wurde komplett durch Spenden finanziert (www.neueimpulse.org).

Am Anfang habe ich noch alles verstanden, doch dann wurde es sehr komplex. Ernüchternd, dass es die Realität darstellt, leider ist es kein Trickfilm, den wir einfach abschalten können.

Meine Mutter meinte zu diesem Film, der sollte in jeder Schule gezeigt werden, sie weiß wovon sie spricht, sie war Grundschullehrerin.

Ich hatte eine Idee für eine Illustration hier im Artikel, doch dann musste ich feststellen, dass man gar nicht so einfach unsere Währung fotografieren kann und sie abbilden darf. Es geht sogar soweit: „Verunstaltung ist strafbar“. Da ich nicht wusste, ob meine Idee eine Verunstaltung ist, habe ich nun erst einmal bei der European Central Bank angefragt, ob ich das darf. Eigentlich wollte ich nur schnell einen kurzen Beitrag schreiben …

Kopp Verlag

One Trackback

  1. Von Beobachtologin.de » Ich darf es zeigen on 30. April 2010 at 21:39

    […] die BeobachtologinSuche, Kategorien und ArchivLinks und VerzeichnisseImpressumHaftungRSS « © 2010 […]

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird weder gespeichert noch veröffentlicht. Muss-Felder sind mit einem * markiert.

*
*

Du kannst diese HTML-Tags und -Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>